Kai sein Delphintraum
  Meine Geschichte
 

In Mamas Schwangerschaft verlief alles problemlos, bis ich Kai Felix am 01.07.2003 per Kaiserschnitt zur Welt geholt werden mußte. Meine Eltern waren sehr überrascht das ich in der 25 SSW zur Welt gekommen bin, darum ging es mir auch sehr  schlecht.  Die Entwicklung verlief gut , da Ich schon sehr früh mit Krankengymnastik , sowie mit Frühförderung angefangen habe . Seit Oktober 2003 begannen meine Therapien , aber alles auf spielerische Weise , weil ich die Lust nicht dran verlieren sollte.                                                                           
Gewicht:1000 g , Kopfumfang:24,5 , Länge:36 cm
Diagnose :-Frühgeborenes der 25 SSW
                -Schwere peripartale Asphysxie
                -Atemnotsyndrom IV. Grades (31 Tage beatmet )
                -V.a. B-Streptokokken-Sepsis
                -Hirnblutung III. Grades (bds.)
                -Ductus OP (23.Lebenstag
                -Anämie (Zust. nach Mehrfach-EK-Gabe)
                -Hyperbilirubinämie
                -Rezivierende Bradykardien und Apnoen
                -Mekoniumpropf-Syndrom mit passagerem Subileus
                -Bronchopulmonale Dyslapsie (anhaltender Sauerstoffbedarf 28.08.03)
              

                -schwere Sehbehinderung die seit Juni 2007 erst festgestellt worden ist
                 (extrem kurzsichtig mit Nystagmus)
                -Ich kann etwa 50 cm normal sehen , daß andere ist alles verschwommen
                -aber Ich komme gut zurecht und weiß mir gut zu helfen.

Dadurch das ich so früh zur Welt wollte, mußte ich auch 3 Monate im Krankenhaus bleiben, von den 3 Monaten war ich 6 Wochen auf der Intensivstation.



Meine erste OP hatte ich schon an meinem 23. Lebenstag, die ich gut überstanden habe ( Ductus). Als ich 31 tage alt war, haben die Ärzte mir den Tubus gezogen und ich habe den ersten Ton von mir gegeben.



Den Sauerstoff brauchte ich dann nur noch zur Unterstützung.


Mama und Papa haben täglich mit mir gekänguruht, in dieser Zeit ging es mir richtig gut.




Meine Eltern waren vom ersten Tag sehr hilflos und traurig, aber sie haben die Hoffnung und den Kampf nie aufgegeben. Es war eine schwere Zeit für uns alle, die wir dann endlich im Oktober geschafft hatten. Alle freuten sich als wir nach Hause durften.


Ich durfte nach Hause. Trotzdem es mir gut ging, war alles sehr ungewohnt. Die Angst meiner Eltern, dass wieder etwas passieren kann, war sehr groß.
Wir waren nicht lange zu Hause, da bekam ich die " Drei- Monats-Koliken".
Ich hatte für meine Eltern also immer eine Überraschung parat.Mit den Überraschungen war es auch noch nicht genug. Im Dezember 2003 ca. 2 Wochen vor Weihnachten hatte ich einen Leisten- und Wasserbruch. Dieser konnte ambulant operiert werden.


Weihnachten freuten wir uns, dass wir das Fest zu Hause feiern konnten.Doch kaum zwei Monate später, habe ich Bronchitis bekommen, die ich fast alle zwei Monate bekam.Natürlich kurz vor Ostern war es so schlimm, das ich wieder 2 Wochen im Krankenhaus lag.


Im Mai 2004 mußte ich nach Hamburg zum Augenarzt, weil ich sehr schlecht fixieren konnte.Mein Augenarzt stellte fest, das ich extrem kurzsichtig bin und Nystagmus ( Augenzittern) habe.
Mit meiner Sehbehinderung komme ich relativ gut durchs Leben.Wieviel ich bis heute sehen kann, konnte noch kein Arzt genau feststellen.
In den ersten drei Lebensjahren habe ich viele Therapien mit Mama und Papa gemacht, sie haben mir auch geholfen.


Im August 2006, also mit 3 Jahren, kam ich endlich in den heilpädagogischen Kindergarten, da lernte ich mit anderen Kindern zu spielen. Davon profitierte ich auch, da dort die Therapien weiter fortgeführt wurden.
Im November 2007 war wiedermal ein schlechter Monat für mich, die nächste Überraschung für meine Eltern.Es fing bei mir mit Bauchschmerzen und Erbrechen an, ich habe nichts mehr gegessen und getrunken. Und schon wieder ging es ab ins Krankenhaus. Für meine Eltern brach wieder eine Welt zusammen. 4 Tage lang lag ich im ersten Krankenhaus. Es wurde nicht besser, es wurde immer schlimmer mit mir. Innerhalb kürzester Zeit wurde ich an jegliche Geräte angeschlossen, meine Schmerzen wurden immer größer. Ich sagte den Schwestern sie sollten mir helfen,doch sie konnten nicht. Ich wurde innerhalb einer Stunde in ein anderes Krankenhaus verlegt, wo man in Kürze eine Darmspiegelung machte. Ich sollte nur eine Stunde von Mama und Papa getrennt sein, aber aus der einen Stunde wurden vier. Man machte meinen Bauch komplett auf, was mein Glück war. Denn mein Darm hatte sich auf 10 cm verschlossen. Es wurden in der OP 15 cm vom Darm entfernt. Als ich aus der Narkose aufgewacht bin, habe ich gefragt, ob ich ein Brötchen mit Nutella essen kann.
Ich hatte an jedem Arm und jedem Bein einen Zugang bekommen und einen zentralen Zugang am Hals. Es war für mich schlimmer als bei meiner Geburt, weil ich jetzt die ganzen Schmerzen bewußt mitbekommen habe.Seitdem habe ich auch Angst vor Ärzten. Im Krankenhaus lag ich dann auch zwei Wochen.
Ich hoffe, daß der Rest meines Lebens etwas besser verläuft und ich so schnell nicht wieder ins Krankenhaus muß.Das war meine aufregende Geschichte, die ich bis zu meinem 5.Lebensjahr erlebt habe.
Im Mai 2010 Augenmuskel OP , war leider nicht so toll . OP ganz gut verlaufen , aber durch meinem Nystagmus kratzten die Fäden sehr doll und schmerzte so sehr . Ich habe die Augen erst nach 9 Tagen erst  wieder geöfnet . Die  Augenstellung hat sich verbessert , ob ich mehr sehen kann stellt sich erst im November raus . Es heißt wieder hoffen und bangen .
Mitte September hatte ich Bauchschmerzen und sie wurden immer stärker . Wir sind ins Krankenhaus und nach mehr stündigen Untersuchungen , wurde wieder ein Darmverschluß festgestellt . Ein paar Stunden später wurde ich schon wieder operiert . Nach 2Wochen wurde ich endlich wieder entlassen .
Jetzt gehts mir wieder besser , aber ich kann nicht mehr so lange laufen . Aber jeden Tag ein Stück weiter .
Dieses Jahr hatte ich nicht viel Glück , aber es kann nur noch besser werden .





 
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